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«Stube Rüdlingen»

Die Wirtschaft zur Stube wurde 1510 erbaut. Dieser einmalige Riegelbau war über Generationen im Besitz der Familie Matzinger. Vertreter der Familie Matzinger sind schon 1637 in Rüdlingen urkundlich nachgewiesen, und zwar als Müller. Der Name deutet auf eine Ortsherkunft aus dem Thurgau. Im Jahre 2012 haben Anne-Marie und Giorgio Behr aus Buchberg die zum Verkauf ausgeschriebene Liegenschaft übernommen und sehr aufwendig mithilfe von Walter Steinemann sowie Alois Kühne, einem renommierten Restaurator von historischen Liegenschaften, saniert und restauriert.

Dorf «Rüdlingen»

Der idyllische Flecken ist bereits im Jahre 827 urkundlich erwähnt, d.h. etwa 400 Jahre nach seiner mutmasslichen Gründung durch ein alemannisches Volk mit seinem Führer Hruodo, dessen Name die Siedlung bleibend bezeichnet hat. Wer zur Sippe des Hruodo gehörte, war ein Ruodinine, und wo sie wohnten hiess es "ze den Ruodiningung", heute "z´ Rüedlinge".

Im Jahre 1123 schenkte ein Leuthold von Weissenburg "von Gottesfurcht ergriffen", wie es in der Chronik heisst - die Dörfer Rüdlingen und Buchberg dem Kloster Rheinau. Während etwa vier Jahrhunderten mussten nun die Zehnten nach Rheinau gebracht werden. Sauber geschriebene Bücher der Mönche zeugen heute noch von dieser Zeit.

Im Jahre 1520 ging die Herrschaft über Rüdlingen und Buchberg für 935 Gulden von der Familie Trüllery an die Stadt Schaffhausen als den letzten Lehensträger des Klosters über. 1656/1657 erwarb Schaffhausen auch die hohe Gerichtsbarkeit über ihre klettgauischen Besitzungen, und somit war die Zugehörigkeit der Herrschaft Rüdlingen-Buchberg zum Stadtstaat und späteren Kanton Schaffhausen endgültig geworden.

Dass der malerische Ort nie ohne Sorgen sein konnte, dafür ist nicht zuletzt Vater Rhein verantwortlich, der mitunter aggressiv ins bewirtschaftete Land der hiesigen Bauern vordrang und jedes Jahr bis 30 Aren Kulturland wegschwemmte und dem Dorf immer näher rückte. Durch die Korrektion des Rheines im Jahre 1882 konnte die Gefahr gebannt werden.

Aus dem ehemaligen Bauern- und Fischerdorf ist in struktureller als auch in kultureller Hinsicht ein Ort der Begegnung geworden. Grundlegende Veränderungen in der Landwirtschaft und gross angelegte Güterzusammenlegungen haben zur starken Reduktion der Bauernbetriebe geführt; von fünfzig in der Mitte des letzten Jahrhundert auf gegenwärtig zehn.